07.02.2012 – 12:37Uhr
Irgendwo im Wald bei Sonthofen im Allgäu
Da steh ich nun. Bei -11°c bis zu den Knien im Schnee, Irgendwo im Allgäu, mitten im Wald . Es ist saukalt und ich hab keine Ahnung wo ich bin.
Aber zurück zum Anfang.
Heut bin ich bei Marco Plass. Einem Experten wenn es um Orientierung und Überleben im Freien geht.
Wir kennen uns da Marco viele Kurse in der Münchner Globetrotter Filiale gibt.
Marco fand mein Projekt klasse und hat mir 2 kostenfreie Workshop Tage angeboten.
Heute ist Tag 1: “Orientierung im Gelände” und “Umgang mit Karte, Kompass, Höhenmesser und GPS”
Zuerst gehen wir im warmen Wohnzimmer die Theorie durch. Es ist spannend zu sehen was mann aus einer Karte alles an Informationen lesen kann. Nach gut 2h geht es dann raus in’s Gelände.
Wer kam auf die Idee an so einem Tag raus zu gehen?
Hmmmm… Wir natürlich!
Wir fahren noch ca. 20min mit dem Auto bis wir direkt neben der Strasse irgendwo im nichts parken.
Dann gibt mir Marco eine Karte und zeigt mir wo wir uns befinden. Unweit von unserem Standort ist auf der Karte ein weiterer Punkt eingezeichnet. Da wollen wir hin. Und ich soll uns führen. Marco hält sich zurück und hilft nur wenn es nötig ist. Nun gilt es das theoretische Wissen in der Praxis anzuwenden.
Zunächst geht es auf guten Wegen voran. Bald jedoch müssen wir den gemütlichen Wanderweg verlassen um zum Ziel zu gelangen. Wir gehen quer Feld ein und laufen durch Knietiefen Schnee. Es sind -11°c und es geht steil bergauf. Und plötzlich stehen wir mitten im Wald. Ein Blick auf die Karte hilft mir nicht weiter.
Alles sieht gleich aus. Überall Bäume Hier gibt es keinen Anhaltspunkt.
Also müssen wir weiter bis ein markanter Punkt erreicht wird.
Als dann vor uns eine markante Felswand auftaucht schau ich auf die Karte und dachte sofort – Aha, da sind wir also. Dann schaut sich das Marco an und sagt: Hmmmm… Bist Du sicher das wir grad vor dieser Felswand stehen die Du grad auf der Karte gezeigt hast!?
Ich Denk schon sag ich.
Und er erklärt ganz in Ruhe das es diese Felswand nicht sein kann da diese laut Karte noch 250m entfernt wäre. Das ist weit außerhalb unserer Sichtweite. Es muss sich also um eine andere Felswand handeln. Und Marco zeigt mir auf der Karte an welcher Stelle wir uns tatsächlich grad befinden.
Ich merke dass Marco hier einfach in seinem Element ist.
Unglaublich. Ich hab gedacht wir wären schon viel weiter gelaufen. Jedoch geht man in diesem Gelände wesentlich langsamer da es steil bergauf geht und das ganze im Tiefschnee nochmal anstrengender ist.
Es sind viele Punkte die ich bei der Orientierung im Gelände beachten muss wenn ich mich nicht verlaufen will.
Letztendlich sind wir dann mit Marco’s hilfe am Ziel angekommen. Es gibt noch so vieles auf der Welt was ich noch nicht weiß und was ich noch lernen und erfahren möchte.
Der weg ist noch lang.
Ich hab an diesem Tag wahnsinnig viel gelernt und ich freue mich mehr und mehr auf meine Reise.
Danke Marco.
Wenn Ihr Marco kennenlernen und einen seiner vielen Kurse besuchen wollt schaut Euch seine Website an:
















